Invest BW - Förderung von Innovations- und Technologievorhaben

Häufige Fragen

Antragstellung

1. Welche Unternehmen sind antragsberechtigt?

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe, die ihren Sitz, eine Niederlassung oder eine Betriebsstätte in Baden-Württemberg haben oder einen Sitz, eine Niederlassung oder Betriebsstätte in Baden-Württemberg errichten wollen.

2. Welche Forschungseinrichtungen sind im Rahmen von Verbundvorhaben antragsberechtigt?

Gemeinnützige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Hochschulen und Hochschuleinrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg.

3. Inwiefern müssen andere Förderprogramme vorrangig in Anspruch genommen werden?
  • Eventuell bestehende Förderangebote anderer öffentlicher Zuwendungsgeber sollen bei einer Antragsberechtigung vorrangig in Anspruch genommen werden. Ausnahmen können bei Antragstellung bis spätestens 30. Juni 2021 zugelassen werden, wenn an dem Vorhaben ein besonderes Landesinteresse besteht oder für den Antragsteller durch die Inanspruchnahme anderer Förderangebote Nachteile, hinsichtlich Förderzeitraum oder Zuwendungshöhe, zu erwarten sind. Der Antragsteller hat glaubhaft darzustellen und zu belegen, inwiefern eine Antragstellung in anderen Förderprogrammen nicht erfolgt.
  • Informationen zu den weiteren Förderangeboten und einen Überblick über Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union finden Sie in der Förderdatenbank des BMWi unter: https://foerderdatenbank.de
  • Weitere Förderangebote des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus finden Sie unter: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/
4. Was ist unter industrieller Forschung und experimenteller Entwicklung zu verstehen?
  • Gemäß Allgemeiner Gruppenfreistellungsverordnung (EU) Nummer 651/2014 vom 17. Juni 2014 (EU-ABl. L 187/1 vom 26. Juni 2014) werden die Begriffe wie folgt definiert:
  • „industrielle Forschung“: planmäßiges Forschen oder kritisches Erforschen zur Gewinnung neuer Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Ziel, neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu entwickeln oder wesentliche Verbesserungen bei bestehenden Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen herbeizuführen. Hierzu zählen auch die Entwicklung von Teilen komplexer Systeme und unter Umständen auch der Bau von Prototypen in einer Laborumgebung oder in einer Umgebung mit simulierten Schnittstellen zu bestehenden Systemen wie auch von Pilotlinien, wenn dies für die industrielle Forschung und insbesondere die Validierung von technologischen Grundlagen notwendig ist;
  • „experimentelle Entwicklung“: Erwerb, Kombination, Gestaltung und Nutzung vorhandener wissenschaftlicher, technischer, wirtschaftlicher und sonstiger einschlägiger Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Ziel, neue oder verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu entwickeln. Dazu zählen zum Beispiel auch Tätigkeiten zur Konzeption, Planung und Dokumentation neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.
5. Wie bemisst sich die Innovationshöhe eines Vorhabens?

Wesentlich hierfür sind etwa Kreativität, Wagemut und Pioniercharakter des Ansatzes, Differenz zu bisherigen Lösungen, sowie mögliche Leuchtturmeffekte. Im Detail wird bei der Beurteilung der Innovationshöhe insbesondere der Innovationsbedarf, die Innovationsart und die Entwicklungsrisiken beleuchtet.

6. Wann kann mit dem Projekt begonnen werden?

Unmittelbar nach erfolgter Bewilligung können die Antragsteller mit dem Projekt beginnen. Notwendige Vorarbeiten im Vorfeld der Antragstellung sind konzeptioneller Natur und können nicht nachträglich bezuschusst werden.

7. Wie sollte ein FuE-Antrag strukturiert sein und welche Informationen müssen im Antrag zwingend geliefert werden?
  • Anträge können nur auf amtlichem Vordruck, die mit einer rechtsverbindlichen Unterschrift versehen sind, über das Einreichungportal positron laufend gestellt werden.
  • Die notwendigen Angaben ergeben sich aus dem Antrag selbst bzw. der Gliederungsvorlage der Vorhabensbeschreibung. Wichtig ist hierbei insbesondere zu beachten, dass die Begutachtung eines Antrages ausschließlich auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen erfolgt. Sofern aus dem Antrag bzw. der Vorhabensbeschreibung die Antworten zu den Förderprioritäten (Innovationshöhe. Beitrag zur Nachhaltigkeit / Klimaschutz, Anreizeffekt, Qualität und Überzeugungskraft des Projekts, Verwertungsoption bzw. Anwendungsnähe und Qualifikation und Motivation der Projektbeteiligten) nicht hervorgehen, ist mit einer entsprechend niedrigen Bewertung zu rechnen. Eine inhaltliche Nachbesserung des Antrags im laufenden Bewertungsverfahren ist ausgeschlossen.
8. Welchen Umfang soll eine Projektbeschreibung haben?

So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Projektbeschreibungen haben typischerweise eine Länge von 10 – 30 Seiten. Auf zusätzliche Anlagen, sofern nicht zwingend zum Antrag gehören oder für die Beantragung erforderlich, ist zu verzichten.

9. Was muss beim Abschluss einer Kooperationsvereinbarung berücksichtigt werden?
  • Die Kooperationsvereinbarung darf erst nach Bewilligung geschlossen werden oder muss die Förderung  als aufschiebende Bedingung enthalten. Andernfalls hätten die Partner dokumentiert, dass sie das Projekt ohne Förderung durchführen können.
  • Die Kooperationsvereinbarung für muss mindestens folgende Punkte umfassen:
    • Beschreibung und Zielstellung des Projekts,
    • Bestimmung des konsortialführenden Verbundteilnehmers,
    • Darstellung der Forschungs- und Entwicklungsanteile der beteiligten Verbundteilnehmer am Gesamtaufwand des Projekts,
    • vollständiger Arbeitsplan der beteiligten Verbundteilnehmer einschließlich Arbeitspakete, Termine sowie zugeordnete Personalaufwände in Personenmonaten,
    • Nennung der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgesehenen Vergaben von Aufträgen an Dritte,
    • Regelung der Schutz- und Nutzungsrechte sowie der gemeinsamen Nutzung und Vermarktung von Projektergebnissen.
10. Müssen für projektbezogene Aufträge an Dritte mit dem Antrag Angebote vorgelegt werden?

Die Kosten für Aufträge an Dritte sind begründet und plausibel darzulegen. Hierzu sind in der Regel konkrete Angebote oder zumindest Beispielangebote mit weiteren Erläuterungen vorzulegen.

11. Warum müssen die Anreizeffekte beschrieben werden?

Der Anreizeffekt ist eine Förderpriorität, die gemäß Verwaltungsvorschrift zum Gesamturteil der Förderentscheidung beiträgt. Wesentlich hierfür sind die Begründung der Antragsteller zum Förderbedarf. Der Entwicklungsprozess muss auf das realistisch erreichbare Gelingen einer Innovation gerichtet, aber gleichwohl mit Risiken behaftet sein.

12. Wie kann die Bonität nachgewiesen werden?
  • Ohne eine hinreichend positive Bonität und den Nachweis zur Absicherung des erforderlichen Eigenanteils kann grundsätzlich keine Bewilligung erfolgen.
  • Die Bonität ist durch die Finanzplanung des Unternehmens (Bestandteil des Antrages), Jahresabschlüsse sowie ggf. zusätzliche Nachweise darzustellen.
  • Der Projektträger ist berechtigt im Rahmen der Bonitätsprüfung erforderliche Auskünfte zum Antragsteller einzuholen (z.B. Auskunft bei Creditreform). Sofern sich im Rahmen der Bonitätsprüfung Unklarheiten ergeben, kann der Projektträger weitere Unterlagen anfordern oder zur Vorlage einer Fremdabsicherung z.B. durch eine Bürgschaft auffordern.
13. Gibt es besondere Voraussetzungen für Start-ups?

Auch für Start-ups gelten die grundsätzlich identischen Förderbedingungen und Fördervoraussetzungen. Sollten Sie als Start-Up Unternehmen hierzu Fragen haben, wenden Sie sich bitte an den Projektträger.

14. Wie erfolgt die Aufklärung bei fehlenden bzw. unklaren Angaben im Antrag?
  • Alle im Regelfall einzureichenden Dokumente sind auf der letzten Seite des Antrags beim Unterschriftenfeld genannt. Sofern Unterlagen unvollständig sind bzw. weiteren Erläuterungen bedürfen, kann der Projektträger in Kontakt mit Antragsteller treten. Bitte beachten Sie, dass inhaltliche Änderungen oder Ergänzungen am Antrag nicht mehr möglich sind.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass eine Beurteilung des Antrags nur auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen bzw. der Vorhabensbeschreibung erfolgen kann. Sofern im Zusammenhang mit der Bonitätsprüfung ergänzende Unterlagen vorzulegen sind, ist dies als Nachtrag zum Antrag zulässig und stellt formal keine unzulässige inhaltliche Änderung des Förderantrags dar.
15. Seal of Excellence: Wie ist das Vorgehen bei vorheriger Auszeichnung des Vorhabens?
  • Hierbei ist das entsprechende Qualitätssiegel bei Einreichung (Anhang) vorzulegen.
  • Bitte hängen Sie auch das dazugehörige Vorhaben an (wie ursprünglich eingereicht).
  • Der Antrag für Invest BW Innovation wird vollständig ausgefüllt eingereicht.
  • Die Vorhabensbeschreibung erfolgt auf Deutsch (keine Obergrenze der Seitenzahlen).
  • Bitte stellen Sie Abweichungen zum ausgezeichneten Antrag kurz dar: z.B. Änderung der Ausgaben, Kürzung des Vorhabens, Aktualisierung des technischen Standes, Änderungen der Projektpartner.